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Sportlicher Blick zurück: DOGC freut sich über „schönes Golf-Jahr“
Von Dr. Peter Schütze
Der Superlativ ist gerechtfertigt: Der Dortmunder Golfclub hat die erfolgreichste Saison seit vielen Jahren gespielt. Kein Wunder, dass Cheftrainer Ludger Theeuwen von „einem schönen Golf-Jahr“ spricht, der neue Club-Captain Uwe Kühling über „einen solchen Super-Einstand froh und glücklich ist“ und Jugendtrainer Stefan Wittkop seine blutjunge Regionalliga-Truppe lobt: „Sie hat Beachtliches geleistet und gezeigt, welch großartiges Potenzial in ihr steckt“.
Einen spektakulären Triumph landete das Schniewind-Team. Am vierten Spieltag legte sie auf dem heimatlichen Reichsmark-Kurs das exzellente Ergebnis von 15,3 über CR-Wert vor, nahm dem bisherigen Tabellenführer Wasserburg-Anholt 16 Schläge ab und katapultierte sich mit sattem Vorsprung an die Spitze der 2. Liga. Diese Position gaben die Dortmunder bis zum Finale nicht mehr ab und stiegen unter die acht besten Mannschaften der 1. NRW-Liga auf.
„Wir haben nicht nur davon geredet, dass wir aufsteigen wollen, wir haben dieses Vorhaben überzeugend in die Tat umgesetzt“, sah sich Optimist David Smolin in seinen hohen Ansprüchen an die Mannschaft bestätigt. Ludger Theeuwen analysiert: „Zwei Saisons waren wir nahe dran, nach oben zu kommen. 2011 haben wir auf hohem Niveau und mit starker Konstanz gespielt, auf eigenem Gelände zum entscheidenden Schlag ausgeholt und unsere Qualität bis zum Ende eingebracht.“
Dabei ist Theeuwen und dem meisterlichen Team ein weiterer Erfolg gelungen. Mit dem 15-jährigen Jasper Schürmann ist der Senkrechtstarter der vergangenen Saison voll in die Clubmannschaft integriert, mit Ferdinand Volbert ein weiteres Talent an sie herangeführt worden. „Diesen Weg werden wir auch 2012 weitergehen“, verspricht der Head-Pro, „mit Bedacht und Fingerspitzengefühl, mit angemessenem Leistungsanspruch und zielgerichteter Förderung“.
Und Theeuwen ist auch nicht bange vor der gewaltigen Herausforderung, die das Schniewind-Team Anfang Juni beim Gipfel in Leverkusen zu bestreiten hat. „Unsere personelle Planung und sportliche Vorbereitung sind darauf ausgerichtet, uns zu diesem Termin in Bestform zu präsentieren. Und dann sind wir erstklassig!“
Im DMM-Durchgang konnten die DOGC-Herren zwar nicht ganz an den Höhenflug der Saison 2010 anknüpfen, behaupteten sich in Bad Salzuflen jedoch unter den Top-Vier der Regionalliga. Die möchte Ludger Theeuwen 2012 nach oben verlassen. Die Regionalliga hielt auch die durch die Rückkehrerin Victoria Nill verstärkte Damen-Mannschaft, die in Osnabrück-Dütetal als Tabellenletzter des ersten Tages zwar in die sogenannte Abstiegsrunde musste, sich aber mit einem 7:2 gegen Bad Salzuflen auf den fünften Platz rettete.
In der Team-Wertung rückten auch die Jungsenioren in den Blickpunkt. Sie schafften mit 76 Schlägen Vorsprung vor Bielefeld den Sprung in die 2. Liga und werden dort – das ist jetzt schon sicher – aufgrund ihrer hervorragenden Besetzung auch eine sehr gute Rolle spielen. In der 2. Liga behaupteten sich die Jungseniorinnen als Dritter in ihrer Gruppe und auch die Seniorinnen als Vierter.
Den einzigen „schwarzen Fleck“ auf der DOGC-Weste fabrizierte das Senioren-Team, das aus der 2. Liga abstieg.
In der Einzelwertung machten Spieler(innen) des DOGC von sich reden. Anna Gehlen-Volbert gewann die NRW-Meisterschaft der Jungseniorinnen in Krefeld, wo Andrea Marx als Vierte einkam. Sie dominierte wie 2010 bei den Open in Unna-Fröndenberg und war Zwölfte der Jungseniorinnen-DM bei grausigem Wetter in Hamburg. Michael Hegemann brillierte bei den 36 Fröndenbergern, Jasper Schürmann wurde sein Nachfolger als Jugend-Stadtmeister.
Diese Stadtmeisterschaften werfen einen winzigen Schatten auf die glänzende Bilanz der Reichsmark-Spieler(innen). Die Männer bezogen auf heimischem Gelände eine Niederlage. Sie mussten Tim Uffelmann und Bastian Schmitz vom RSB einen Doppelsieg überlassen; das wog der vierte Champion-Titel für Victoria Nill nicht ganz auf. Theeuwen meint: „Umso motivierter werden unsere Herren 2012 zu Werke gehen!“
Viel Freude hatte der Club an seiner gerade in die Regionalliga aufgestiegenen Jugendmannschaft. In der neuen Umgebung fasste sie sofort Fuß und beendete die Saison als zweitbeste von insgesamt 18 Konkurrenten. Pro Stefan Wittkop darf mit Fug und Recht behaupten: „Hier wächst Starkes heran!“
