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Schniewind: Für Bronze ein drittel Schlag zuviel
Von Dr. Peter Schütze
Was ist ein Wimpernschlag, eine Millimeter-Entscheidung im Golf? Davon können die Spieler des DGC seit dem Schniewind-Finale in Bochum ein Liedchen singen. Um 0,3 Schläge – kann man einen Golfschlag überhaupt dritteln? - verpasste das Team aus der Reichsmark (219,9) den Sprung vom vierten vorbei an dem Tages-Vierten Wasserburg-Anholt (219,6) auf den dritten Platz. Das freilich trübte die Stimmung der Dortmunder kaum; denn mit dem zweiten Platz in der Tageswertung (25,0 über CR-Wert) hinter Niederrhein Duisburg und dem dritten Rang von Axel Tilse in der Einzelwertung hatten sie Grund genug zur Freude.
Das Schniewind-Finale in Bochum wurde zum Fiasko für den bisherigen Spitzenreiter Bad Salzuflen. Die mit acht Schlägen führenden Lipper kamen im Revier über den letzten Platz (35,0) nicht hinaus und verloren auf der Zielgeraden die Top-Position an den Aufsteiger Duisburg (13,0), der direkt in die 1. Liga durchmarschierte.
Mit dieser Entscheidung hatte der ohne seinen in den USA weilenden Clubmeister Matthias Tischler antretende DGC nichts zu tun. Sein Bester war der auch als Netto-Gewinner auftrumpfende Axel Tilse, der sich nach 37 Schlägen auf den ersten neun Löchern auf vier Birdies und 32 Schläge steigerte und mit 69 Schlägen hinter Julian Kunzenbacher (Halle/66) und dem Nationalkader zählenden Yannick Gumowski (Duisburg/68) Brutto-Dritter wurde.
Aber auch David Smolin und Michael Hegemann, die sich auf der zweiten Hälfte des Kurses steigerten, waren mit 71 Schlägen weit vorn. Carsten Tilse (76) und Veit-Robert Hasselmann (77) enttäuschten nicht. Stefan Lentz (81) begann schwach, wurde dann stärker, hatte aber Probleme auf den Bahnen 7, 8 und 18. Der 15-jährige Ludwig Volbert (83) war noch um drei Schläge besser als Sebastian Schulze.
Mit der Schniewind-Saison kann der DGC durchaus zufrieden sein. Als Vierter hatte er mit Abstiegssorgen nichts zu tun. Immerhin trennten ihn bei der Endabrechnung 56 Schläge vom Fünften Halle, der gemeinsam mit Bochum die Klasse verlassen muss. Allerdings musste sich das Team auch eingestehen: Um vorn mitzumischen, fehlte es an einer gewissen Leistungskonstanz.
