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Pläne, Prognosen und Perspektiven der Mannschaften für die Golf-Saison 2011

Nach neu strukturiertem Programm: Messlatte liegt hoch

Von Dr. Peter Schütze

Gute Vorsätze, ambitionierte Pläne, ehrgeizige Ziele  - für die neue Saison hat sich der Dortmunder Golfclub sportlich eine Menge vorgenommen. Hier bewegt sich einiges, zumal der jetzt ein Jahr amtierende neue Vorstand die Signale eindeutig auf spielerischen Fortschritt und sportliche Qualität geschaltet hat. Mit diesem „Rückenwind“ wollen die Verantwortlichen 2011 Zeichen setzen. Die konzeptionellen Vorarbeiten sind in kompetentem Rahmen diskutiert, eingeleitet und festgeschrieben. Die Voraussetzungen sind günstig, die Erwartungen hoch, die Ziele verlockend.

Um sie anzugreifen, hat die sportliche Führung des DOGC das Vorbereitungs- und Trainingsprogramm für die DMM-Mannschaften und das Schniewind-Team neu strukturiert. Dieser sportlichen Neu-Orientierung vorausgegangen ist eine personelle Neu-Organisation: Head-Pro Ludger Theeuwen, Uwe Kühling als designierter Captain der Club-Mannschaft sowie Andrea Marx und David Smolin bilden das so genannte „Kompetenz-Team“, dessen Vorstellungen darauf hinaus laufen, „den sportlichen Betrieb leistungsorientierter und –effizienter zu gestalten“ (Theeuwen).

Zu den maßgeblichen Punkten dieses Programms gehören das  bewährte Trainingslager im Golfresort Hardenberg (28. 4. – 1. 5.), an dem auch die in die Regionalliga aufgestiegene Jugendmannschaft teilnimmt, Sondereinheiten im Training und der neu eingeführte monatliche Leistungstest aller Spieler(innen). „Im Interesse von allgemeiner Qualitätssteigerung und spezieller Leistungsförderung wollen wir alles etwas straffer organisieren“, hofft Uwe Kühling (51), „dass unser Programm greift“. Es wäre zu wünschen; denn die einzelnen Mannschaften haben die Messlatte für die kommende Saison hoch angesetzt.

Damen: Vor-Freude auf Victoria

Das Damen-Team freut sich auf ein neues – eigentlich jedoch altvertrautes - Gesicht: Victoria Nill kehrt nach sechsjähriger Wettkampf-Pause auf den Golfplatz zurück und will sich nach eigener Aussage, „wenn Form und Leistung stimmen“, auch in der Mannschaft einbringen. Nicht zuletzt wegen der Rückkehr der mit Handicap 2,0 zu Buche stehenden Stadtmeisterin von 2002- 04 konstatiert Andrea Marx: „Unser Team ist stärker als in den vergangenen Jahren. Immerhin haben wir sechs Spielerinnen mit einem Handicap unter sechs und sind auch von der Breite gut aufgestellt.“

Trainer Stefan Wittkop, der die Betreuung der Damen-Mannschaft von Ludger Theeuwen übernommen hat, stehen diese Spielerinnen zur Verfügung: Victoria Nill, Ilka Wolf, Andrea Marx, Anna Gehlen-Volbert, Franziska Schaefermeyer, Jana Baumann, Charlotte Gehlen-Staerk, Anja Kettelhack, Christina Kisch, Katja Richter. Ihre Bewährungsstunde schlägt am 14./15. Mai beim DMM-Durchgang der Regionalliga West in Osnabrück-Dütetal. „Unser Ziel ist es, am ersten Tag die Runde der besten Vier zu erreichen, alles andere ist willkommene Zugabe“, sagt Andrea Marx. Deren Wunsch ist es, „möglichst Zweiter oder Dritter zu werden, um dem hohen Favoriten Hummelbachaue aus dem Weg zu gehen.“ Auch ein zweiter Platz würde zur Aufstiegsrunde zur 2. Liga berechtigen.

Entscheidende Bedeutung für den DMM-Durchgang haben die Vierer. Deshalb richtet Stefan Wittkop verstärktes Augenmerk auf deren Besetzung, „die nicht nur nach dem reinen Leistungsprinzip vorgenommen wird. Da spielt der Sympathiefaktor eine maßgebliche Rolle mit“. Zwar hat der Pro einige Kombinationen im Kopf, wird aber in den kommenden Wochen viele Möglichkeiten durchspielen. Er verspricht jedoch: „Nach Hardenberg steht die Besetzung!“

DMM: An 2010 anknüpfen

„Die DMM ist ein besonderes Ereignis, da ist Mannschaftsgeist gefragt, da wird Teamspirit gepflegt“, misst Uwe Kühling der Herausforderung am 21./22. Mai in Bad Salzuflen außerordentliche Bedeutung zu. Und Fußballfreund Smolin ergänzt: „Das ist ein bisschen wie Deutsche Meisterschaft in der Bundesliga.“ Der Vorzeige-Spieler des DOGC würde gern an das vergangene Jahr anknüpfen, als die Mannschaft das Aufstiegs-Finale zur 2. Liga erreichte und in Gelsenkirchen dem hohen Favoriten GLC Köln erst auf den letzten Löchern den Vortritt lassen musste.

Die Konkurrenz in Bad Salzuflen (Ludger Theeuwen: „Ich hätte mir einen anderen Platz gewünscht.“) ist stark, dennoch rechnet sich David Smolin Chancen auf einen der ersten zwei Plätze aus: „Bei der DMM mit Loch- und Zählspiel, mit Vierern und Einzeln ist vieles, auch Überraschendes möglich. Auch ohne Matthias Tischler, der noch in den USA ist, wollen wir eine gute Rolle spielen.“

Schniewind: Magische Zahl 30

Mit Beginn des Schniewind-Wettbewerbs am 29. Mai in Mülheim/Ruhr übernimmt Uwe Kühling das Amt des Captains von dem bewährten, schlachtenerprobten Routinier Franz Ferdinand Marx, dem die Mannschaft kein schöneres Geschenk zu seinem 75. Geburtstag im Spätherbst als den Aufstieg in die 1. Liga machen könnte. Hält sich Cheftrainer Theeuwen mit seiner Prognose „Wir wollen ganz oben mitspielen!“ noch moderat zurück, nimmt David Smolin sich und seine Mannschaft voll in die Pflicht: „Wir haben uns Platz 1 zum Ziel gesetzt!“

Dabei operiert der 34-jährige Jurist mit der magischen Zahl 30 und einem Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit. „Voraussetzung für einen realistischen Anspruch auf Gruppensieg und Aufstieg ist, dass wir an allen sechs Spieltagen mit einem Gesamtergebnis von nicht mehr als 30 über Par vom Platz kommen.“

Da sei GC Münster-Wilkinghege ein gutes Beispiel. Dessen (inzwischen wieder auf der 1. Liga herausgefallenes) Team habe 2009 an sechs Spieltagen sechsmal den zweiten Platz belegt und sei unangefochten aufgestiegen. „Solche eine Konstanz auf hohem Niveau brauchen wir auch“, fordert Smolin.

Dazu will auch Uwe Kühling mithelfen. „Ich sehe meine Aufgabe darin mitzuarbeiten, dass alle Spieler(innen) besser werden“, sagt der designierte Captain. „Das Konzept, nach dem wir daran arbeiten, fordert und fördert Leistung.“ Der Club bringe Einsatz für die Aktiven und wünsche sich entsprechende Reaktion. „Die schönste, beste und überzeugendste“, meint der 51-Jährige, „wäre der Aufstieg.“

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