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Ludger Theeuwen im Interview: "Beim Schniewind-Gipfel müssen alle Qualitäten da sein"
Von Dr. Peter Schütze
Der viel umjubelte Aufstieg der Schniewind-Mannschaft in die 1. NRW-Liga hat für den Dortmunder Golfclub vieles verändert. Darüber, über die bevorstehende Saison mit den bisher größten sportlichen Herausforderungen und über seine Wünsche im zehnten Jahr als Cheftrainer in der Reichsmark spricht Ludger Theeuwen (58) im nachfolgenden Interview.
Frage: An angenehmes Golfspielen ist bei den Witterungs- und Platzverhältnissen zur Zeit nicht zu denken, aber die neue Saison kommt bestimmt – und sie verspricht, die bisher spektakulärste in der Geschichte des DOGC zu werden. Wie sehen Sie dem Spieljahr 2012 entgegen?
Ludger Theeuwen: Ich freue mich ungemein auf die neue Saison; denn sie bringt jede Menge neuer Herausforderungen mit sich, mehr für die Mannschaften des Clubs als für deren Trainer. Vor der größten steht natürlich das Schniewind-Team, für das sich eine ganz besondere, völlig neue Situation ergibt
Frage: Wie sieht diese völlig neue Situation aus, in der sich die Mannschaft bewähren muss?
Ludger Theeuwen: In den vergangenen Jahren, als die Schniewind-Mannschaft in der Oberliga und der 2. Liga zu Hause war, hatte sie sechs Spieltage in ihrer Gruppe; hatte somit die Chance, einen schwächeren Auftritt durch mehrere gute wettzumachen. Damit ist es in der Top-Liga von NRW vorbei, da konzentriert sich alles auf den einzigen Spieltag, in diesem Jahr vom 8. – 10. Juni beim GC Leverkusen. Da heißt es, gegen stärkste Konkurrenz auf den Tag die beste Leistung abzurufen.
Frage: Wir sind sicher, dass ein so erfahrener Head-Pro wie Sie die Mannschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt topfit hat, obwohl Sie gegen Schwankungen in der Tagesform der Spieler auch nicht gefeit sind. Aber die Verkürzung der Schniewind-Runde auf einen einzigen, alles entscheidenden Spieltag birgt auch noch ein anderes, vielleicht sogar noch gewichtigeres Problem. Wie sieht es mit der verlorenen gehenden Sozialisierung des Teams aus, dessen Zusammenhalt bisher sechs Spieltage dienten?
Ludger Theeuwen: Da sprechen Sie einen in der Tat ganz wichtigen Punkt an. In der Vergangenheit waren die sechs Spieltage für die Schniewinder eine großartige Möglichkeit, als Team zusammenzufinden und zusammenzuwachsen, Leistungswillen für die Gemeinschaft und Verantwortung für den gemeinsamen Erfolg zu entwickeln. Diese Qualitäten müssen jetzt Anfang Juni schon da sein. Aber ich bin bei der Struktur unserer Mannschaft ganz sicher, dass sie der neuen Situation voll und ganz gewachsen ist. Ich habe uneingeschränktes Vertrauen, dass sie die Herausforderung in allen Belangen annimmt und besteht.
Frage: Mit der entsprechenden sportlichen und mentalen Vorbereitung werden Sie frühzeitig beginnen. Wie sind die einzelnen Stationen?
Ludger Theeuwen: Mitte Februar werden wir mit dem gezielten Training beginnen. Dass die Spieler in optimaler körperlicher Verfassung und mit höchster Konzentration bei der Sache sind, ist für mich selbstverständlich. Viel verspreche ich mir vom Trainingslager, das wir mit einem Dutzend Spielern und sechs aus der hoch talentierten Jugendmannschaft vom 12. – 15. April auf dem 27-Loch-Platz am Alten Fliess in Köln abhalten und mit einem Probelauf auf dem Kurs des GC Leverkusen beenden werden.
Frage: Sie haben ein gutes Dutzend Spieler im Kader, darunter sind mit dem Jugend-Stadtmeister Jasper Schürmann und den Volbert-Zwillingen drei Jugendliche. Das wird – auch wenn einige Spieler gesetzt sind - ein schönes Gedränge um die Plätze im Team geben…
Ludger Theeuwen: …was kann einem Trainer Besseres passieren. Da werden sich alle, so hoffe ich, gegenseitig motivieren. Und wir haben ja noch andere Aufgaben als die in der Schniewind-Spitze zu bewältigen.
Frage: Als da wären?
Ludger Theeuwen: Für mich ist der Aufstieg der DMM-Mannschaft am 19./20. Mai auf Burg Zievel in Mechernich ein absolutes Muss; und auch beim Westfälischen Clubpokal Ende Juli in Gütersloh wird es Zeit, wieder einmal ganz vorn mitzuspielen. Zusammen mit den Dortmunder Stadtmeisterschaften Anfang Juni, wo wir aus dem Vorjahr noch einiges zurechtrücken wollen, sind das die Highlights des Jahres. Ihnen gilt unsere Konzentration in einer Saison, der ich regelrecht entgegenfiebere. Ich hoffe, es wird ein sehr schöner Golf-Sommer für uns.
Frage: Zu ihrem zehnjährigen Head-Pro-Jubiläumin Dortmund muss ja etwas Besonderes geschehen…?
Ludger Theeuwen: Da lasse ich mich gern überraschen.
