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DOGC-Open: Nina Birken und „Basti“ Schmitz triumphieren

Von Dr. Peter Schütze

Eine Dame stahl den Herren die Schau. Mit einer beeindruckenden Par-Runde gewann Nina Birken (Hcp. 0,6) aus Mülheim beim vierten Anlauf zum ersten Mal den Einzel-Titel der Offenen Meisterschaften  des Dortmunder Golfclubs. Die 32-jährige Favoriten war mit ihren 72 Schlägen um einen besser als der Sieger der Herren-Konkurrenz, Bastian Schmitz von Royal Saint Barbara´s GC, der in der Brutto-Punktzahl (35) vier hinter der Power-Frau aus dem Ruhrtal zurücklag.

Sportlich hielten die 47. Open des DOGC, was sie von der ausgezeichneten Besetzung versprachen. Immerhin bestritten 128 Teilnehmer(innen) aus 25 Clubs dieses Turnier um den Kronen-Cup, bei dem erstmals seit vielen Jahren beide Einzel-Titel an Gäste fielen.

 

Die erfolgsgewohnten Herren des Veranstalters brachten zwar sieben unter die ersten zehn, mussten aber Platz 1 dem 25-jährigen Stadtmeister von 2007 überlassen. Schmitz trumpfte auf den ersten zwölf Bahnen nur mit Pars und Birdies (2) auf, kam mit Bogeys an der 13, 17 und 18 zwar etwas von seiner Erfolgslinie ab, rettete aber einen knappen Vorsprung ins Ziel.

Die gelang ihm, weil die hoch gehandelten Lokalmatadore patzten. Matthias Tischler spielte zwar an den zweiten neun Löchern eine faszinierende Halbrunde mit nur 33 Schlägen, hatte aber zuvor an Boden verloren. Umgekehrt erging es David Smolin. Er patzte auf den Bahnen 14 und 15, so dass ihm letztlich auch ein bravouröser Eagle auf der Schlussbahn nur noch zum mit jeweils 34 Brutto-Punkten mit Tischler geteilten 2. Platz verhalf. „Ich lag zweimal im Wald, und damit war die Runde im Eimer“, ging der amtierende Stadtmeister mit sich selbst ins Gericht.

Die eigentliche Überraschung des Wettbewerbs war Uwe Kühling. Der 51-jährige Captain  der Clubmannschaft kam mit 76 Schlägen ( = 33 Brutto-Punkte) und als Netto-Gewinner (39 P.) zurück. Damit ließ er die Tilse-Brüder Axel (75/33) und Carsten (79/30) sowie die vom Handicap höher eingestuften Frank Pürschel (Gut Neuenhof/80/29) und Klaus Bennemann (Castrop-R./83/25) hinter sich. Titelverteidiger Sebastian Schmidt (Golf-Range) war als Siebzehnter mit 85 Schlägen (= 24 Punkte) chancenlos.

Bei den Damen zog Nina Birken, die sich gegenüber 2010 um sechs Schläge steigerte, einsam ihre Bahn. Nach etwas schwächerem Beginn legte sie auf den zweiten neun Bahnen einen Birdie und acht Pars hin. Da konnten weder Victoria Nill (80 Schläge = 32 Punkte) noch Anna Gehlen-Volbert (81/30) oder deren Schwester Luise Gutsche (82/29) mithalten. Andrea Marx (27 P.) und Vorjahrssiegerin Ilka Wolf (88/23), die auf den ersten sechs Bahnen schon vier Doppel-Bogeys fabrizierte, kamen für einen Platz auf dem Treppchen nicht in Frage.

Am zweiten Tag der Open, beim Vierer mit Auswahldrive, um den Preis des Kaufhauses Dustmann, marschierten die Gehlen-Schwestern, Anna Volbert und Luise Gutsche, in dem Mammut-Feld mit einer 73er-Runde und 38 Punkten ganz vorn. Die gleich mit einem Eagle beginnenden Gebrüder Tilse brauchten zwar einen Schlag weniger, kamen aber damit nur auf 36 Punkte, die freilich reichten, um das Ehepaar Christian und Katja Richter (74/35) auf den dritten Rang zu verweisen. Die Vorjahrssieger Peter Heickel/David Smolin  (75 Schläge) lagen mit 33 Punkten gleichauf mit Peter Stendel/Dr. Charlotte Gehlen-Staerk (76 Schläge).

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