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Clubmeisterschaften im Rückblick: Eine Historie

DoGC

Von Dr. Peter Schütze

Clubmeisterschaften sind wie Weihnachten – sie kommen jedes Jahr wieder. Sportlich freilich haben sie – seitdem es gesicherte Aufzeichnungen darüber gibt – ein besonderes Kapitel Geschichte geschrieben. Dort zu blättern ist mehr als Nostalgie, es bringt Tradition zum Vorschein, erinnert an stolze Taten prominenter und auch schon längst vergessener Namen, holt beeindruckende Serien aus dem Gestern und Vorgestern und macht manchen inzwischen in die Jahre gekommenen Champion noch einmal ein bisschen stolz.

Ladies first – also beginnen wir mit den Damen. Mit sieben Titeln, in den Jahren zwischen 1973 und 80 errungen, hält Christa Steins immer noch den Rekord. Mit ihr an der Spitze errang das Damen-Team 1977 u. a. den Westdeutschen Mannschafts-Pokal. In der Rangfolge an zweiter Stelle steht mit fünf Siegen (1964 – 69) Sheena Anderson, die Gattin des 2009 im Alter von 97 Jahren verstorbenen Schotten Gavin Watson Anderson, dem der Dortmunder Golf-Club soviel zu verdanken hat.

Auf jeweils vier Clubmeisterschafts-Siege haben es Dr. Charlotte Gehlen, Anne Schulze im Hove, Pascale Zillmer und die zur Zeit amtierende Meisterin Ilka Wolf gebracht. Ihr gelang sogar das Bravourstück, ihre Erfolge in ununterbrochener Reihenfolge von 2006 – 09 zu verbuchen (darüber später mehr). Dazu ist sie seit 2007 aktuelle Stadtmeisterin.

Bei den Herren hatte der der DGC schon immer Klassespieler, aber einer überragt sie alle: David Smolin. Der sympathische Jurist, ein Muster an Bescheidenheit und kritischer Selbsteinschätzung, gewann in der Herren-Kategorie soviel Club-Titel wie kein anderer: zehn an der Zahl, den ersten 1990 als 13-Jähriger, den letzten im vorigen Jahr. Er ist, auch wenn er so etwas gar nicht gerne hört, immer noch das Maß aller golfsportlichen Dinge in der Reichsmark. Letztes Beispiel: Seine Gala-Vorstellung bei den Stadtmeisterschaften.

Mit genau der Hälfte der Smolin-Championate, nämlich fünf zwischen 1968 und 76 gefeiert, rangiert Peter Eickhoff auf dem „Silber-Treppchen“. Dann folgen mit jeweils vier Titeln DGC-Mitbegründer Gavin Watson Anderson, Dr. Jochen Nachtwey und Henrik Stratemann, der zuletzt 2004 Club-Primus war.

Bei den Senioren ist mit sieben Siegen, zu denen noch zwei (1977 und 82) in der Herren-Klasse kommen, der ehemalige Pro Sayed Khattab Spitze. Ihm mussten die jeweils sechsmal erfolgreichen G. W. Anderson (1967 – 74), der frühere Sport- und Platzwart Horst Benkert (72 – 79) und Linkshänder Gerd Cromm (1998 – 05) den Vortritt lassen. Je vier Gewinne stehen für Hans-Henning Werthem und Werner Schürmann in den Annalen.

Die ungekrönte „Königin“ der Seniorinnen ist Gaby Stratemann, die es zwischen 1993 und 08 auf ein Dutzend Siege gebracht hat. Dazu kommen noch vier Erfolge bei den Jungseniorinnen und zwei bei den Damen (72 und 81), so dass sie – gemessen allein an der Zahl der Titel – die erfolgreichste Spielerin des Clubs aller Zeiten ist. Dabei hatte sie starke Mitbewerberinnen: Dr. Anneliese Schwill wurde zwischen 1976 und 86 neunmal als Beste ausgezeichnet, Ingrid Drost siebenmal (1987 – 98).

In der relativ jungen Wertungsklasse der Jungsenioren überragt der frühere Club-Chef Dr. Horst Brenner  mit zwölf Titeln (1989 - 06), zu denen sich noch zwei Championate bei den Senioren gesellen. Die titelhungrigste Jungseniorin ist „Charly“ Gehlen-Volbert, zwischen 1996 und 2003 fünfmal ganz vorn, wie schon viermal als Jugendliche und ebenso oft bei den Damen.

Die imponierendsten Serien stehen für Gaby Stratemann (2001 – 08 acht Titel als Seniorin), Dr. Horst Brenner (1989 – 95 sieben Titel als Jungsenior) und Franziska Schaefermeyer (1998 – 04 sieben Titel als Jugendliche) zu Buche.

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