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Clubmeisterschaften: Matthias Tischler gelingt nach packendem Dreikampf die Revanche

DoGC

Von Dr. Peter Schütze

Die Revanche kann so süß sein. Eine Woche, nachdem ihn David Smolin vom Thron des Stadtmeisters gestoßen hatte, schlug Matthias Tischler zurück. Bei den Titelkämpfen des Dortmunder Golf-Clubs hielt sich der 21-jährige Ex-Champion mit der DGC-Krone schadlos. In einem packenden Dreikampf über 54 Löcher hatte Tischler (223) am Ende mit einem Schlag die Nase vorn vor den schlaggleich einkommenden Rivalen Michael Hegemann und David Smolin (je 224).

Die Entscheidung zu seinen Gunsten führte der schon von 2005 – 07 als Clubmeister amtierende Student im zweiten Durchgang herbei, als er mit 71 das beste Ergebnis des zweitägigen Turniers hinlegte. Dadurch ging er mit vier Schlägen Vorsprung auf die letzte Runde. Jugend-Stadtmeister Hegemann, der sich nach schwächerem Auftakt (78) auf 73 gesteigert hatte, und Smolin, der mit 76 und 75 gar nicht zufrieden war, sahen sich in der Jäger-Rolle. Doch lange Zeit hielt Tischler seine Verfolger sicher auf Distanz. Aber auf der 16. Bahn musste er den Birdie spielenden Hegemann – auf jeweils 215 - gleichziehen lassen, setzte sich aber am nächsten Grün wieder einen Schlag ab und brachte den Vorsprung ins Ziel. Smolin halfen auch zwei Birdies auf den beiden Schlussbahnen nichts mehr, für ihn blieb trotz einer 73 nur Platz drei, er hatte zuvor zuviel Boden verloren.

Das Treppchen blieb Axel Tilse, der sich sein Score mit mäßigem 80er-Start verdorben hatte, ebenso versagt wie Veit Hasselmann, der nach einer 73er Runde am Sonntag Morgen einen schwachen 83er-Abgang hatte. Positiv der 7. Rang des 15-jährigen Ludwig Volbert.

Im Damen-Feld startete die Titelverteidigerin schwach und spielte ein starkes Finale, bei der Herausforderin lief es genau umgekehrt. Ilka Wolf begann mit 81 und 80, Andrea Marx mit 76 und 83, hatte also vor der Schlussrunde zwei Schläge Vorsprung. Doch dieser war schnell dahin; denn Andrea fand nie Rhythmus und Linie, verlor auf den letzten 18 Bahnen neun Schläge auf die mit 76 auftrumpfende alte und neue Clubmeisterin. Jana Baumann und Franziska Schaefermeyer hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.

Seiner umfangreichen Titelsammlung, bisher 14 an der Zahl, fügte Dr. Horst Brenner einen weiteren bei den Senioren an. Eine Woche nach seiner Niederlage gegen Stadtmeister Wolfgang Horsthemke, diesmal abgeschlagen Dritter, spielte er mit 83 und 79 zweimal die besten Runden. Eine neue Clubmeisterin gab es bei den Seniorinnen wo Susanne Dolezych mit 182 Schlägen um fünf besser war als Antje Flerus und die schlaggleiche abgelöste Meisterin Hildegard Mai.

In der Klasse der Jungsenioren wiederholte Olaf Hegenberg seine Club-Erfolg von 2001 und 03. Mit Runden von 80 + 79 + 81 = 240 lag er am Ende zehn Schläge vor Achim Schürmann (83 + 85 + 92), mit dem er sich im vergangenen Jahr noch den dritten Rang geteilt hatte. Hegenberg, der auch am Sonntag noch beim dritten Durchgang startete,  war in der Herren-Wertung noch guter Brutto-Sechster, Schürmann Achter. Stefan Lentz konnte die guten Ergebnisse bei den Herren-Nachmittagen nicht ganz bestätigen, seine Scores von 80 und 77 reichten nur zum Bronze-Rang.

Golf-Welten trennten im End-Ergebnis der Jungseniorinnen die Erste und die Zweite. Andrea Marx, die scheinbar kurz vor ihrem Triumph bei den Damen stand und dann doch abstürzte, war mit 244 Schlägen um 31 besser als Anja Kettelhack, die zur unrechten Zeit in ein Formtief gerutscht war. Dritte wurde Katja Richter. Für Andrea Marx war es nach 2005 und 07 der dritte Titelgewinn.

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