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Clubmeisterschaften: Matthias Tischler kratzt am Platzrekord und Ilka Wolf schafft Super-Serie

Von Dr. Peter Schütze

Das war jeden Superlativ wert. So hochkarätige Leistungen hat es bei Clubmeisterschaften des Dortmunder Golfclubs noch nicht gegeben! Das Herren-Feld spielte sechs Runden unter Platzstandard, und fünf unter Par nach 54 Löchern reichten gerade einmal zum zweiten Platz. Es gab nämlich einen neuen Champion, der sich regelrecht in einen Rausch spielte. Nach Klasse-Runden von 70 und 72 lag Matthias Tischler vor dem entscheidenden dritten Durchgang fünf Schläge hinter dem sich in exzellenter Form präsentierenden David Smolin, der mit 69 und 68 eine beeindruckende Vorstellung gegeben hatte. In dieser Form hätte jeder Haus und Hof auf eine erfolgreiche Titelverteidigung des 34-jährigen Routiniers verwettet – zu souverän war sein Auftritt gewesen. Aber plötzlich schwächelte der Favorit, während Tischler sich im gleichen Moment in eine Superform steigerte, zwischen der Acht und der Dreizehn fünf von insgesamt sechs Birdies spielte und Smolin bis zur Schlussbahn sieben Schläge abnahm. Das waren nach der grandiosen Aufholjagd mit phantastischen 67 auf der Schlussrunde der Sieg und der fünfte Clubtitel seit 2005 für den 22jährigen Studenten.

Der geschlagene Titelverteidiger war nur für einen Moment frustriert, dann zog er symbolisch den Hut vor der Leistung seines Konkurrenten: „Matthias ist ein Gefühlsgolfer. Wenn es bei ihm läuft, spielt er super – wie auf der letzten Runde.“ Damit kratzte der neue Champion am Platzrekord von Michael Hegemann (65 Schläge). 

Auf der Schlussrunde hatte Smolin an der Acht noch ein Glanzlicht gesetzt: Dort gelang ihm ein Hole in one, das ihn im Nachhinein freilich gar nicht glücklich stimmte. „Nach dem Ass war bei mir der Wurm drin, obwohl ich mich keineswegs verrückt gemacht habe. Aber Golf verläuft nun nicht nach Plan!“ Auf den nächsten fünf Bahnen unterliefen ihm vier Bogeys, noch ein weiterer (wie auch Tischler) an der 18, wo er hätte Birdie spielen müssen, um noch ein Stechen zu erreichen.

Hinter den beiden Protagonisten der zwei Meisterschafts-Tage vollzog sich ein spannendes Auf und Ab. Der Drittplatzierte Michael Hegemann begann mit 74 gut, wurde mit 70 noch besser, fiel dann aber mit 77 zurück. Axel Tilse startete mit 73 vielversprechend, stand sich mit 78 dann selbst im Wege, rehabilitierte sich aber mit abschließenden 70. Aufsteigende Tendenz zeigte der jüngste in der Spitzengruppe, der 15jährige Jugend-Stadtmeister Jasper Schürmann, mit 77 – 75 – 73. Damit war er um zehn Schläge besser als der nächste Jugendliche, Ferdinand Volbert (75 – 82 – 78), auf Rang sieben und 23 als Max Demgen auf dem 10. Platz.

Bei den Damen gelang Ilka Wolf nicht nur eine erfolgreiche Revanche für die vor einer Woche an Victoria Nill verlorene Stadtmeisterschaft, sondern auch ein kleines Kunststück: Sie wurde zum sechsten Mal in ununterbrochener Folge Club-Championesse. Das ist bisher noch keiner DOGC-Spielerin gelungen. Der Wettkampf gestaltete sich zu einem packenden Dreikampf: Nach der ersten Runde führte die NRW-Meisterin der Jungseniorinnen Anna Gehlen-Volbert mit 78 vor Nill (80) und Wolf (81); nach der zweiten, auf der sie mit 75 die Tagesbestmarke gesetzt hatte, lag Victoria mit drei Schlägen vor Anna und vier vor Ilka – und doch wendete sich noch das Blatt. Ilka spielte auf der Schlussrunde 79, Anna 81 und Victoria 84. Unterm Strich ergab das 238 Schläge für die alte und neue Clubmeisterin und jeweils 239 für die Stadt-Beste und die NRW-Erste. Franziska Schaefermeyer (247), extra aus Berlin angereist, die außer Form geratene Andrea Marx (261) und Dr. Charlotte Gehlen-Staerk (264) hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.

Bei den Senioren gewann Ex-Präsident Dr. Horst Brenner zum vierten Mal in Folge, diesmal  mit sieben Schlägen Vorsprung vor Axel Hautkappe und acht vor Wolfgang Horsthemke. Bei den Seniorinnen verteidigte Susanne Dolezych die Krone  ganz souverän gegen ihre Rivalinnen Ingrid Benninghoff  und Christine Held.

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